Balkonkraftwerk Kosten: Lohnt sich das?
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Balkonkraftwerk Kosten: Lohnt sich das?

Lohnt sich ein Balkonkraftwerk?
Balkonkraftwerk

Sie denken über die Anschaffung einer sogenannten Stecker-Solaranlage (Balkonkraftwerk) nach, sind sich aber nicht sicher, ob sich die Investition rentiert? Wir zeigen Ihnen in diesem Artikel, wie viel ein Balkonkraftwerk aktuell kostet und wie viele Jahre es dauert, bis sich die Kosten der Anlage amortisieren.

Fazit: Lohnt sich ein Balkonkraftwerk?

Ja, ein Balkonkraftwerk lohnt sich immer, da es darauf ausgelegt ist, Gewinn zu machen. Wer sich für eine steckergertige Solaranlage entscheidet profitiert nicht nur von niederigeren Energiekosten, sondern senkt auch gleichzeitig seinen ökologischen Fußabdruck und tut etwas gutes für die Umwelt.

Die Kosten der Mini-PV-Anlage amortisieren sich bereits nach 5 Jahren – abhängig von diversen Faktoren wie dem eigenen Stromverbrauch, der Ausrichtung, dem Neigungswinkel und dem Strompreis. Mit einer 600 Watt Solaranlage lassen sich bei optimalen Bedingungen etwa 400 bis 650 kWh Strom pro Jahr erzeugen, was bei einem Strompreis von 42 Cent einer Ersparnis von 168 bis 273 Euro jährlich entspricht. Da die Anlagen eine Garantie von 25-30 Jahren haben, lässt sich in diesem Zeitraum eine Ersparnis von bis zu 5.000 Euro erzielen.

Balkonkraftwerk - Infografik
Balkonkraftwerk Infografik: Stecker Solaranlagen Übersicht

Wichtig ist, dass man die Größe des Balkonkraftwerks nach dem eigenen Stromverbrauch auswählt. Für einen Haushalt mit weniger als 2.500 kWh Stromverbrauch pro Jahr empfiehlt sich eine Balkon Solaranlage mit 300 bis 400 Watt. Bei einem Mehrpersonenhaushalt mit einem Verbrauch von mehr als 2.500 kWh pro Jahr ist eine Anlage mit 600 bis 800 Watt die beste Lösung.

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Wie viel kostet ein Balkonkraftwerk?

Die Kosten von steckerfertigen Solaranlagen können je nach Spitzenleistung, Befestigungsart und Anbieter stark varrieren. In der Regel kostet ein 600 Watt Balkonkraftwerk mit Wechselrichter und Montageset etwa 800 bis 1000 Euro. Ein Balkonkraftwerk mit 300-400 Watt bekommt man meist schon für 500 Euro. Je nach Bundesland gibt es auch für Balkonkraftwerke Förderungen, wodurch sich der Kauf noch mehr rentiert.

Beispiel: So setzen sich die Kosten eines Balkonkraftwerks zusammen:

Komponente Kosten Kostenanteil
Solarmodule 550 Euro 53%
Wechselrichter 300 Euro 29%
Balkon Halterungen 100 Euro 10%
Kabel 30 Euro 3%
Energiemessgerät 49 Euro 4%

Je nach Anbieter können die Kosten natürlich variieren. In der Regel kann man mit etwa 1,5 Euro pro Wp für das gesamte Balkonkraftwerk Set rechnen. Die Solarmodule selbst kosten in der Regel nur um die 0,8 € pro Wp.

Ein Drittel der Kosten macht der Wechselrichter aus (auch Spannungswandler oder Inverter genannt). Dieser ist wichtig, da er den erzeugten Gleichstrom in nutzbaren Wechselstrom umwandelt. Außerdem begrenzt er die Einspeiseleistung auf gesetzeskonforme 600 Watt.

Auch bei der Befestigungsart unterscheiden sich die Kosten. Wer sich für ein Balkonkraftwerk ohne Montageset entscheidet, zahlt zwar den geringsten Preis, muss sich aber um die Befestigungsart selbst kümmern. Unterm Strich spart man hier weder Zeit, noch Geld. Die günstigste Befestigung ist eine Aufständerung im Garten. Am meisten bezahlt man für eine Balkonhalterung mit Aufständerung.

Wir empfehlen Ihnen beim Kauf eines Balkonkraftwerks nicht auf ein geeignetes Energiemessgerät zur Ertragmessung zu vergessen. Die beste Option ist eine smarte Steckdose, die per WLAN die Statistiken in Echtzeit auf das Smartphone übertragt. In der Regel kosten diese Geräte zwischen 30 und 50 Euro.

Eine Montage durch den Elektriker ist bei einem Balkonkraftwerk bis 600 Watt nicht notwendig und würde nur unnötige Kosten verursachen. Grundsätzlich kann man die Anlage bedenkenlos an die Schuko-Steckdose anschließen – dadurch spart man sich Kosten, die bei der Inebtriebnahme einer größeren Photovoltaikanlage anfallen würden.

Bei veralteten Stromzählern kann es sein, dass ein Zählertausch notwendig ist. Für diesen können Kosten in Höhe von 25 bis 75 Euro anfallen. Informieren Sie sich im Vorhinein bei Ihrem Netzanbieter, bevor Sie das Balkonkraftwerk anmelden.


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Für wen lohnt sich ein Balkonkraftwerk?

Grundsätzlich ist ein Balkonkraftwerk für jeden Haushalt geeignet, egal ob Mietwohnung oder Haus. Die Annahme, dass sich ein Balkonkraftwerk nur für Haushalte mit mehreren Personen lohnt, ist nicht richtig. Die Kosten sind nämlich immer etwa im gleichen Verhältnis: Wenn beispielsweise eine 600 Watt Balkon-Solaranlage 900 Euro kostet, dann kostet eine 300 Watt Anlage 450 Euro.

Bei einem kleinen Haushalt (zum Beispiel 1000 kWh Jahresverbrauch) ist eine kleinere Anlage mit 300 bis 400 Watt am besten geeignet. Diese deckt den Grundverbrauch (zB. WLAN-Router, Kühlschrank) fast vollständig ab und sorgt dafür, dass man fast 100% des erzeugten Stroms auch selbst verbraucht. Dadurch kann es sein, dass sich eine kleinere Stecker-Solaranlage viel schneller amortisiert, als eine größere Anlage.

Jahresstromverbrauch Balkonkraftwerk Kosten
unter 2500 kWh 300-400 Watt ab 500 Euro
über 2500 kWh 600-800 Watt ab 800 Euro

Falls Sie untertags fast keinen Strom verbrauchen, da Sie zu dieser Zeit arbeiten sind, lohnt sich ohnehin nur eine kleine Balkon-Solaranlage. Denn was bringt Ihnen ein Ertrag von 600 kWh jährlich, wenn Sie nichteinmal ein Viertel davon verbrauchen können?

Ab wann amortisieren sich die Kosten?

Die wichtigste Frage vor dem Kauf ist: “Wann werden die Anschaffungskosten der Anlage durch den Ertrag gedeckt?”. Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten, da sie von vielen Faktoren abhängt. Für gewöhnlich dauert es zwischen 5 und 8 Jahren bis ein Kleinkraftwerk genug Strom erzeugt hat, um die Investitionskosten auszugleichen. Ab diesem Zeitpunk fängt man an, Gewinn mit der Anlage zu machen.

Um die Amortisationsdauer zu berechnen müssen Sie sich folgende Fragen stellen:

  • Wie viel vom erzeugten Strom kann ich tatsächlich selbst verbrauchen?
  • Welcher Neigungswinkel & und welche Ausrichtung ist möglich?
  • Gibt es mögliche Verschattung (zum Beispiel im Winter)?
  • Wie hoch ist der aktuelle Strompreis?
  • Wie hoch sind die Anschaffungskosten für das Komplettset?
  • Erhalte ich eine Förderung für das Balkonkraftwerk?
  • Wie lange ist die Produkt- und Leistungsgarantie?

Der wichtigste Faktor ist, wie viel man vom erzeugten Strom auch verbrauchen kann. Denn nicht verbrauchter Strom wird einfach ins öffentliche Stromnetz rückgespeist und somit “verschenkt”. Eine Einspeisevergütung für Balkonkraftwerke lohnt sich angesichts der geringen Leistung und den niedrigen Vergütungssätze nicht.

In der Praxis is es unwahrscheinlich, dass Sie 100% vom erzeugten Solarstrom selbst verbrauchen können, außer Sie wählen eine kleine Anlage (zum Beispiel 300 oder 400 Watt), die lediglich den Grundverbrauch (Kühlschrank, WLAN-Router, Standby-Geräte, etc.) abdeckt.

Grundsätzlich gilt: Je höher der Strompreis ist, desto schneller amortisieren sich Balkonkraftwerke. Wir gehen davon aus, dass der Strompreis auch die nächsten Jahre noch weiter steigen wird, wodurch sich die Anschaffung einer Photovoltaikanlage oder einer Balkon-Solaranlage weiterhin lohnt.

Stromverbrauch erhöhen für schnellere Amortisation?

Bedeutet mehr Stromverbrauch eine schnellere Amortisierung? Nicht unbedingt. Zwar macht es Sinn stromaufwändige Tätigkeiten wie zB. Wäsche waschen untertags zu machen, wenn die Balkon-Solaranlage gerade Strom erzeugt. Dennoch müssen Sie nicht unbedingt den Stromverbrauch erhöhen – sondern lediglich zeitlich verschieben. Es geht schließlich nicht nur um den ökonomischen Aspekt, sondern auch um den ökologischen.

Weiterführender Artikel: Lohnt sich ein Balkonkraftwerk mit Speicher?

Rendite und Amortisation selbst berechnen

Wer seinen jährlichen Ertrag, sowie die erwartete Dauer zur Amortisation selbst berechnen möchte, für den haben wir ein nützliches Tool entwickelt. Den Balkonkraftwerk Rechner.

Balkonkraftwerk Rechner: Wann amortisieren sich die Kosten der Anlage?
Balkonkraftwerk Ertragsrechner: Ab wann amortisieren sich die Kosten?

Wo lohnt es sich am meisten?

Deutschland ist ein optimaler Standort für Photovoltaikanlagen. Im Durchschnitt gibt es 1000 kWh Sonneneinstrahlung pro Quadratmeter in Deutschland, im Sommer sogar bis zu 5000 kWh. Man kann pro Jahr mit etwa 2000 Sonnenstunden rechnen.

Am höchsten is die Sonneneinstrahlung im Süden von Deutschland, also im Bundesland Bayern mit mehr als 1200 kWh pro m² Jahresdurchschnitt. Am niedrigsten ist sie nördlich bei Hamburg, Hannover und Dortmund mit einem Jahresschnitt von weniger als 960 kWh pro m² (Datenquelle: Deutscher Wetterdienst).

Statista: Sonneneinstrahlung nach Bundesland in Deutschland im Jahr 2021 - Platz 1, 2 und 3

2021 gab es die meisten Sonnenstunden in Baden-Württemberg (1805 h ☀️), dichtgefolgt von Bayern (1795 h ☀️) und Saarland (1750 h ☀️). In diesen Regionen rentiert sich ein Balkonkraftwerk am meisten (Quelle: Statista).

Kosten für Balkonkraftwerke sinken immer weiter

Die Kosten für Solarmodule sinken jedes Jahr weiter. Im Jahr 2007 hat man pro kWp (Kilwattpeak) noch um die 4300 Euro gezahlt. Heute sind es nur mehr etwa 1300 Euro pro kWp. Aufgrund der hohen Energiepreise ist die Nachfrage nach Photovoltaik und Balkonkraftwerken enorm gestiegen, weshalb die Preise noch weiter sinken, da die Anbieter größere Mengen einkaufen können. Damit wird die eigene Solaranlage am Balkon immer erschwinglicher und attraktiver für kleine und mittelgroße Haushalte.


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Alexander Jakob
Verfasst von
Alexander Jakob
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