Anker Solix Solarbank Max im Check: 7 kWh Heimspeicher

Anker Solix Solarbank Max im Check: 7 kWh Heimspeicher

Anker Solix Solarbank Max Speicher

Anker erweitert sein Speichersortiment mit der am 3. September 2026 vorgestellten Anker Solix Solarbank Max deutlich nach oben. Das neue Modell kombiniert einen 7-kWh-LFP-Akku mit einem Hybridwechselrichter, drei Hochvolt-MPP-Trackern und bis zu 10.000 Watt PV-Eingangsleistung. Damit ist die Solarbank Max weniger ein klassischer Balkonkraftwerk-Speicher als eine Brücke zur einphasigen Dach-PV-Anlage.

Die technischen Eckdaten sind ungewöhnlich: Bis zu 20 Solarmodule, 42 kWh Speicherkapazität und 4.600 Watt netzgekoppelte Leistung sind möglich. Gleichzeitig wirbt Anker weiter mit einem 800-Watt-Schuko-Modus. Das klingt nach Plug-and-play, trifft aber nur auf eine stark begrenzte Konfiguration zu. Mehr als 2.000 Wp Modulleistung oder mehr als 800 VA maximal wählbare Wechselrichterleistung fallen nicht unter die vereinfachten Steckersolar-Regeln. Die mehrere hundert Volt führenden PV-Strings verlangen zudem eine fachgerechte Installation.

Das Wichtigste in Kürze

Die neue Anker Solix Solarbank Max startet mit 7 Kilowattstunden Speicherkapazität und lässt sich mit fünf BP7000 Erweiterungsakkus auf insgesamt 42 Kilowattstunden ausbauen. Drei unabhängige MPP-Tracker verarbeiten zusammen bis zu 10 kWp. Anker bewirbt dafür insgesamt acht bis 20 Module, verteilt auf bis zu drei in Reihe geschaltete Strings.

Im Schuko-Modus ist die Ausgangsleistung ab Werk auf 800 Watt begrenzt. Über PluginPower 2.0 und einen eigenen Stromkreis mit Wieland sind laut Anker bis zu 3.500 Watt möglich, per Festanschluss am Verteiler in Deutschland bis zu 4.600 Watt. Beide leistungsstärkeren Varianten müssen vom Elektriker installiert werden. Der Off-Grid-Ausgang liefert bis zu 3.680 Watt.

Die Solarbank Max ist nicht mit der bereits erhältlichen Solarbank Max AC zu verwechseln. Die Max AC ist ein AC-gekoppelter Nachrüstspeicher ohne eigene Solareingänge. Die neue Solarbank Max mit der Modellnummer AE111 nimmt den Solarstrom dagegen direkt über drei Hochvolt-Strings auf.

Einen unabhängigen Praxistest gibt es zum Marktstart noch nicht. Angaben zu Wirkungsgrad, Regelgeschwindigkeit, nutzbarer Kapazität, Geräuschentwicklung und unterbrechungsfreier Umschaltung sind daher noch nicht verifiziert. Dieser Artikel ist eine Analyse der veröffentlichten Daten und keine Testbewertung.

Letzte Aktualisierung:

Anker Solix Solarbank Max mit 7 kWh Speicher Produktbild
ANKER

Solix Solarbank Max

  • 7 kWh LFP-Speicher
  • Bis zu 10 kW PV-Eingang
  • Erweiterbar auf 42 kWh
  • Bis zu 4.600 W AC-Ausgang

10 kWp PV-Eingang mit drei MPPTs

Der größte Unterschied zu Ankers bisherigen DC-gekoppelten Solarbank-Modellen steckt im PV-Eingang. Die Solarbank Max verarbeitet laut Herstellerseite insgesamt bis zu 10.000 Watt Modulleistung. Dafür stehen drei voneinander unabhängige MPP-Tracker mit jeweils maximal 18 Ampere zur Verfügung. Der Arbeitsbereich liegt bei 30 bis 550 Volt, die Leerlaufspannung darf maximal 600 Volt je String erreichen.

Mit drei MPPTs lassen sich beispielsweise Ost-, Süd- und Westflächen getrennt regeln. Das verbessert den Tagesverlauf gegenüber einem einzigen String und reduziert Verluste zwischen unterschiedlich ausgerichteten Dachflächen. Innerhalb eines Strings bleiben Module aber elektrisch voneinander abhängig. Teilverschattung oder ein schwächeres Modul kann deshalb die Leistung der gesamten Reihe reduzieren.

Die beworbenen 10 kWp sind außerdem nicht mit 10 kW Ausgangsleistung gleichzusetzen. Sie bezeichnen ausschließlich die maximal anschließbare Modulleistung. Ins Hausnetz gibt die Solarbank Max in Deutschland höchstens 4,6 kW ab. Wie hoch die maximale Batterieladeleistung ist und welche Energieflüsse bei gleichzeitigem Verbrauch, Laden und vollem Akku möglich sind, geht aus den bisher veröffentlichten Daten nicht eindeutig hervor.

Drei Strings statt Modulanschlüssen

Anders als bei der Solarbank 4 Pro werden die Module nicht einzeln oder paarweise an Niedervolt-Eingänge angeschlossen. Die Solarbank Max arbeitet mit in Reihe geschalteten Hochvolt-Strings. Anker bewirbt acht bis 20 Module insgesamt und typischerweise bis zu zehn Module pro String. Eine Parallelschaltung von Modulen am selben Eingang ist laut Hersteller nicht vorgesehen.

Das reduziert die Zahl langer Solarkabel und ist bei einer Dachanlage ein übliches Konzept. Es ist aber kein typischer Balkonaufbau mehr. Bei einer Reihenschaltung addieren sich die Modulspannungen; die Anlage kann mehrere hundert Volt Gleichspannung erreichen. Auswahl, Verschaltung und Prüfung der Strings gehören deshalb in die Hände eines Elektrofachbetriebs. Auch bei niedrigen Außentemperaturen darf die Leerlaufspannung maximal 600 Volt je String erreichen.

Für verwinkelte Flächen ist die neue Architektur nicht automatisch flexibler. Die Solarbank 4 Pro bietet vier MPP-Tracker und damit einen Tracker mehr, arbeitet allerdings nur mit bis zu 5 kWp und deutlich niedrigeren Eingangsspannungen. Die Solarbank Max passt besser zu drei größeren, ähnlich bestückten Dachflächen; die 4 Pro kann bei vielen kleinen oder unterschiedlich verschatteten Modulgruppen Vorteile haben.

7 kWh Speicher, erweiterbar auf 42 kWh

Die Basiseinheit enthält einen 7-kWh-LFP-Akku. Damit liegt sie 40 Prozent über den 5,024 kWh der Solarbank 4 Pro und deutlich über typischen Balkonkraftwerk-Speichern mit etwa 1,6 bis 3 kWh. Anker nennt 314-Ah-Zellen, bis zu 10.000 Ladezyklen, eine auf 15 Jahre ausgelegte Produktlebensdauer und zehn Jahre Garantie. Unter welchen Testbedingungen die Zyklenzahl gilt und welche Restkapazität danach vorausgesetzt wird, nennt der Hersteller bislang nicht.

Anker Solix Solarbank Max E7000

Mit bis zu fünf BP7000 Erweiterungsakkus wächst das System in 7-kWh-Schritten auf maximal 42 kWh. Ein BP7000 wiegt 63 Kilogramm, die Haupteinheit 76,5 Kilogramm. Der Vollausbau bringt damit rund 391,5 Kilogramm auf die Waage und erreicht nach den veröffentlichten Abmessungen rechnerisch rund 1,7 Meter Höhe. Aufstellort, Tragfähigkeit, Abstände und Zugänglichkeit sollten daher vor dem Kauf geprüft werden.

Für einen normalen Haushalt ist die größtmögliche Kapazität nicht automatisch wirtschaftlich. Schon die Basis kombiniert 7 kWh Speicher mit bis zu 10 kWp PV und kann an sonnigen Tagen früh gefüllt sein. 42 kWh sind vor allem bei sehr hohem Verbrauch, umfangreicher Lastverschiebung oder besonderen Backup-Anforderungen interessant. Entscheidend ist nicht die maximal mögliche Kapazität, sondern ob der Speicher im eigenen Verbrauchsprofil regelmäßig be- und entladen wird.

Wichtig für Bestandskunden: Anker weist für die neue Max ausschließlich den größeren BP7000 aus; die kleineren Erweiterungsakkus der Solarbank 2, 3 und 4 sind nicht als kompatibel gelistet. Die separate BP7000-Produktseite bezeichnet ihn derzeit noch als Zubehör der Max AC, während die neue Max-Seite die Erweiterung auf 42 kWh bestätigt. Ob bereits gekaufte BP7000 ohne Firmware- oder Revisionsvoraussetzungen übernommen werden können, sollte Anker noch eindeutiger dokumentieren.

800 Watt über Schuko, bis 4.600 Watt fest

Anker bietet drei Anschlussarten an. Über das mitgelieferte Schuko-Kabel speist die Solarbank Max ab Werk maximal 800 Watt ein. PluginPower 2.0 erlaubt an einem separaten 16-A-Stromkreis mit mindestens 2,5 mm² Leitungsquerschnitt und einem Wieland-Anschluss bis zu 3.500 Watt. Beim direkten Anschluss an den Verteiler nennt Anker für Deutschland maximal 4.600 Watt. In den Netzregeln ist dabei die Grenze von 4,6 kVA Scheinleistung maßgeblich; die konkrete Freigabe richtet sich zusätzlich nach den Vorgaben des Netzbetreibers. Die Hardware ist laut Anker grundsätzlich auf 5 kW ausgelegt.

3.500 Watt über Wieland sind kein stärkerer Plug-and-play-Modus für eine vorhandene Steckdose. Der eigene Stromkreis muss geprüft und von einer Elektrofachkraft eingerichtet werden. Für 4.600 Watt ist ohnehin ein Festanschluss im Verteiler erforderlich. Zusätzlich gelten die technischen Anschlussbedingungen des örtlichen Netzbetreibers.

Die hohe Leistung ist vor allem dann nützlich, wenn Herd, Waschmaschine, Klimaanlage oder andere größere Verbraucher zeitgleich laufen. Trotzdem bleibt die Solarbank Max einphasig. Ein dreiphasiger Smart Meter kann den saldierten Hausverbrauch erfassen, verwandelt das System aber nicht in einen dreiphasigen Wechselrichter. Eine 11-kW-Wallbox oder ein anderer echter Drehstromverbraucher lässt sich damit weder mit voller Leistung versorgen noch bei Stromausfall dreiphasig absichern.

Kein normales Balkonkraftwerk

Der Begriff „Plug-in-Solarspeicher“ darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Vollausstattung rechtlich und technisch keine vereinfachte Steckersolaranlage ist. Die Sonderregeln gelten in Deutschland nur bis 2.000 Watt installierter Modulleistung und 800 Voltampere Wechselrichterleistung; für das vereinfachte Verfahren darf zudem keine Einspeisevergütung beansprucht werden. Darüber sind das reguläre Netzanschlussverfahren, die Registrierung im Marktstammdatenregister und eine Elektrofachkraft einzuplanen.

Hinzu kommt die seit Dezember 2025 geltende Produktnorm. Nach der aktuellen VDE-Einordnung ist ein Anschluss über eine übliche Haushaltssteckdose nur bis 800 VA und maximal 960 Wp vorgesehen. Mit einer speziellen Energiesteckvorrichtung sind innerhalb der vereinfachten Steckersolar-Regeln bis zu 2.000 Wp möglich. Mit den von Anker beispielhaft gezeigten 500-Watt-Modulen ergeben acht bis 20 Module bereits 4 bis 10 kWp und liegen damit klar darüber.

Eine zusätzliche Unsicherheit: Die Produktnorm DIN VDE V 0126-95 erfasst Steckersolargeräte mit Batteriespeicher derzeit nicht ausdrücklich. Käufer sollten Anschlussart, Einheitenzertifikat und Anmeldeweg deshalb vorab mit Fachbetrieb und Netzbetreiber klären, selbst wenn sie zunächst nur den 800-Watt-Modus nutzen möchten.

Auch eine App-Drosselung löst die Frage nicht automatisch. Die Bundesnetzagentur stellt auf die höchste wählbare Wechselrichterleistung ab. Nur eine technisch verriegelte, vom Nutzer nicht auf mehr als 800 VA umstellbare Schuko-Konfiguration könnte diese Anforderung erfüllen; eine bloße Voreinstellung auf 800 Watt reicht nicht. Entscheidend sind Ankers technische Trennung und die zugehörigen Zertifikate. Bis diese Dokumente vorliegen, sollte die Solarbank Max nicht pauschal als anmeldevereinfachtes 800-Watt-Balkonkraftwerk eingeordnet werden.

Off-Grid-Ausgang mit 3.680 Watt

Bei einem Netzausfall kann die seitliche Off-Grid-Steckdose direkt angeschlossene Geräte mit bis zu 3.680 Watt versorgen. Das reicht beispielsweise für Kühlschrank, Router, Licht und zeitweise auch stärkere Haushaltsgeräte. Es handelt sich zunächst aber um eine lokale Ersatzstromsteckdose, nicht um eine automatische Versorgung aller Stromkreise im Haus.

Anker spricht von einer nahtlosen automatischen Umschaltung. Andere Launch-Berichte nennen auf Basis der Herstellerinformationen sogar null Millisekunden. Einen unabhängigen Messwert gibt es für die neue Solarbank Max noch nicht. Gerade bei Computern, Servern oder empfindlicher Elektronik muss ein Test zeigen, ob Spannung und Frequenz tatsächlich ohne relevanten Einbruch stabil bleiben.

Ein optionaler einphasiger Backup Auto Switch soll später eine weitergehende Hausversorgung ermöglichen. Auf der deutschen Max-Seite wird das Zubehör zum Start jedoch nicht als kompatibles Produkt aufgeführt, und Details zur Verfügbarkeit fehlen. Selbst mit Umschalter bleibt das System einphasig; eine vollständige dreiphasige Ersatzstromversorgung ist damit nicht gegeben.

AI EMS, Smart Meter und Anka

Für die Regelung setzt Anker auf sein AI Energy Management System. Es soll Wetterprognosen, Haushaltsverbrauch und Strompreise auswerten, um Lade- und Entladezeiten automatisch anzupassen. Anker spricht von der Einbindung von Strompreisdaten von mehr als 870 Anbietern. Über den Sprachassistenten Anka sollen sich Verbrauchsdaten abfragen und Betriebsmodi ändern lassen.

Der Smart Meter ist bei einem Speicher dieser Leistung kein unwichtiges Extra. Er misst Bezug und Überschuss am Netzanschlusspunkt und ermöglicht eine bedarfsgerechte Entladung. In der Frühbucheraktion kündigt Anker einen dreiphasigen Smart Meter Gen 2 ohne Aufpreis an. Die Max-Seite führt derzeit den Anker Smart Meter, Smart Meter Gen 2 sowie die Smart Plugs beider Generationen als kompatibel auf.

ComputerBase berichtet außerdem von lokaler Datenverarbeitung und einer vollständigen, cloudunabhängigen Home-Assistant-Integration. Das wäre ein deutlicher Pluspunkt für Nutzer, die Automationen nicht von Ankers Servern abhängig machen möchten. Noch offen ist, welche Funktionen zum Verkaufsstart lokal verfügbar sind und ob Drittanbieter-Zähler wie Shelly offiziell unterstützt werden.

Power Dock und Parallelbetrieb

Die Solarbank Max soll später mit Ankers Power Dock zusammenarbeiten. Damit lassen sich verschiedene Solarbanks der Generationen 2, 3 und 4 sowie Max AC und Max gemeinsam steuern. Anker plant die Unterstützung allerdings erst für das vierte Quartal beziehungsweise Ende 2026. Sie gehört damit nicht zum Funktionsumfang am Verkaufsstart.

Mit Power Dock sollen bis zu zwei Solarbanks einphasig und bis zu vier Geräte in einem dreiphasigen Aufbau kombiniert werden können. Ohne Dock stellt Anker einen Parallelbetrieb von bis zu zwei Einheiten an einer Phase oder drei Einheiten über drei Phasen in Aussicht. Die genaue Installation, Leistungsaufteilung und Freigabe muss der Hersteller noch dokumentieren. Ein dreiphasiger Aufbau aus mehreren einphasigen Geräten ist zudem nicht mit echtem dreiphasigem Ersatzstrom gleichzusetzen.

Bis zur gemeinsamen Regelung sollten mehrere Systeme nicht unabhängig am selben Hausanschluss betrieben werden. Anker weist selbst darauf hin, dass separat geregelte Speicher einander sonst als Last erkennen und gegenseitig laden können. Wer später erweitern will, sollte die angekündigten Firmware- und Power-Dock-Funktionen daher nicht schon heute als verfügbar einkalkulieren.

Auch nach dem Update ersetzt eine technische Parallelfreigabe nicht die rechtliche Prüfung: Mehrere Steckersolargeräte hinter derselben Entnahmestelle werden bei den Leistungsgrenzen zusammengerechnet. Schon zwei Geräte mit jeweils 800 VA überschreiten zusammen die 800-VA-Grenze der vereinfachten Sonderregeln.

Solarbank Max, Max AC oder 4 Pro?

Im Anker-Portfolio liegen inzwischen drei leistungsstarke, aber unterschiedlich aufgebaute Systeme dicht beieinander. Die neue Solarbank Max ist für eine neue oder grundlegend umgebaute Anlage gedacht, deren Module direkt am Speicher angeschlossen werden. Die Max AC rüstet dagegen eine bestehende PV-Anlage nach, während die Solarbank 4 Pro den Übergang vom größeren Balkonkraftwerk zur kleinen Dachanlage abdeckt.

Merkmal

Solarbank Max

Solarbank Max AC

Solarbank 4 Pro

System

DC-gekoppelter Hybridspeicher

AC-Nachrüstspeicher

DC-Solarspeicher

Direkte PV-Eingänge

3 Hochvolt-MPPT

Keine

4 Niedervolt-MPPT

Max. PV-Leistung

10.000 Wp

5.000 Wp

Speicher

7 bis 42 kWh

7 bis 42 kWh

5,024 bis 30,144 kWh

Netzleistung

800 W Schuko / 3.500 W Wieland / 4.600 W fest

800 W Schuko / 3.500 W Fachinstallation

800 W Schuko / 2.500 W Wieland

Off-Grid-Ausgang

3.680 W

3.680 W

2.500 W

Geeignet für

Neue, große PV-Anlage

Bestehende PV-Anlage

Großes BKW, kleine PV

Gegenüber der Solarbank 4 Pro verdoppelt die Max die maximale PV-Leistung und erhöht Basisakku sowie Ausgangsleistung deutlich. Dafür gibt es nur drei statt vier MPP-Tracker, und die Hochvolt-Strings verlangen professionelle Planung. Wer wenige einzeln ausgerichtete Balkon-, Garagen- oder Zaunmodule anschließen will, bekommt mit der 4 Pro oft die passendere Architektur.

Die Max AC ist trotz gleichem 7-kWh-Akku kein Vorgänger mit Solareingängen. Sie lädt AC-seitig aus Überschüssen einer vorhandenen PV-Anlage und lässt deren Wechselrichter weiterarbeiten. Das vermeidet einen Umbau der DC-Seite, verursacht aber zusätzliche Wandlungsstufen. Für eine neue Anlage ist die direkte DC-Kopplung der Solarbank Max prinzipiell effizienter; wie groß der Vorteil real ausfällt, muss ein Vergleichstest zeigen.

Im Marktvergleich tritt die Solarbank Max nur noch bedingt gegen typische 800-Watt-Speicher von EcoFlow, Zendure, Solakon oder Maxxisun an. Diese Systeme sind meist kleiner, leichter und auf zwei bis vier Module zugeschnitten. Ankers neues Topmodell konkurriert konzeptionell stärker mit kompakten Hybridwechselrichtern und Heimspeichern, bleibt aber auf eine Phase begrenzt.

Ein direkterer Rivale ist der Zendure SolarFlow 4000 Mix Pro. Er kombiniert 8 kWh Speicher mit bis zu 8 kW direkter DC-PV und kann zusätzlich bis zu 5 kW einer bestehenden AC-PV-Anlage einbinden; Zendure bewirbt daher bis zu 13 kW Gesamteingang. Der integrierte Wechselrichter liefert bis zu 4 kW, während die 5-kW-Angabe nur zusammen mit externer AC-PV gilt. Die Anker Max bietet mit 10 kW den größeren direkten PV-Eingang und mit 4,6 kW etwas mehr eigenen Wechselrichterausgang; Zendure ist durch die kombinierte AC- und DC-Kopplung flexibler. Der tatsächliche Vergleich hängt allerdings von Verfügbarkeit, Installation, Effizienz und Software ab.

Für wen sich die Solarbank Max lohnt

Interessant ist die Solarbank Max vor allem für Eigenheimbesitzer mit mehreren nutzbaren Dach-, Carport- oder Garagenflächen, die eine neue PV-Anlage im Bereich von etwa 5 bis 10 kWp aufbauen wollen. Auch ein hoher Abendverbrauch, Wärmepumpe, Klimatisierung, E-Auto oder ein dynamischer Stromtarif können die größere Batterie und die höhere AC-Leistung sinnvoll machen.

Für ein klassisches Zwei-Modul-Balkonkraftwerk ist das System dagegen klar überdimensioniert. Ein schwerer 7-kWh-Akku wird bei kleiner PV-Leistung nur langsam gefüllt, die drei Hochvolt-Eingänge bleiben weitgehend ungenutzt und die 4,6-kW-Hardware liefert im 800-Watt-Modus keinen Mehrwert. Hier sind kleinere Solarbank-Modelle oder kompakte Steckerspeicher günstiger und einfacher zu installieren.

Auch große Haushalte sollten nicht automatisch zum 42-kWh-Ausbau greifen. Entscheidend sind Lastprofil, nutzbare Modulfläche, Jahresertrag und die Zahl realistischer Vollzyklen. Ein zu großer Speicher bindet Kapital und steht über weite Teile des Jahres teilweise leer oder voll herum. Eine belastbare Auslegung sollte daher mit echten Verbrauchsdaten statt allein mit der maximalen Produktkonfiguration erfolgen.

Preis und Marktstart

Anker nimmt seit dem 3. September 2026 um 10 Uhr Registrierungen für die Frühbucheraktion an. Der Anmeldezeitraum endet am 21. Oktober 2026 um 23:59 Uhr. Registrierte Interessenten sollen am 22. Oktober um 10 Uhr einen Rabattcode und den Kauflink erhalten; die Einlösung ist laut Teilnahmebedingungen bis zum 1. November 2026 vorgesehen. Einen konkreten Liefertermin nennt Anker bislang nicht.

Der Hersteller bewirbt einen Frühbucherpreis ab 2.099 Euro, 400 Euro Rabatt auf die Marktstart-UVP und einen kostenlosen dreiphasigen Smart Meter Gen 2. Heise und ComputerBase nennen 2.499 Euro als regulären Preis. Auf der offiziellen deutschen Produktseite ist diese UVP derzeit jedoch nicht ausdrücklich ausgewiesen. Der endgültige reguläre Preis sollte deshalb vor dem Verkaufsstart noch einmal geprüft werden.

Unklar sind außerdem die Preise der Bundlevarianten und der Installation. Anker will Details zum Montageservice erst zum Verkaufsstart veröffentlichen. Bei einem 10-kWp-System gehören neben Speicher und Modulen auch Unterkonstruktion, DC-Leitungen, Schutztechnik, Netzanschluss und Arbeitszeit in die Gesamtrechnung.

Die vom Hersteller beworbene jährliche Ersparnis von bis zu rund 3.150 Euro ist kein Durchschnittswert. Ankers Beispiel setzt 14 kWh Speicher, 20 Module mit zusammen 10 kWp, 9.000 kWh Jahresverbrauch, 11.330 kWh Ertrag und einen Strompreis von 40 Cent je Kilowattstunde voraus. Montagekosten, reale Umwandlungsverluste und entgangene Einspeisevergütung werden nur eingeschränkt berücksichtigt. Für viele Haushalte wird die Amortisation deshalb deutlich länger ausfallen als die beworbenen rund zwei Jahre.

Zudem beschreibt der Betrag die Gesamtersparnis der kompletten PV-Anlage samt selbst genutztem Solarstrom – nicht den zusätzlichen wirtschaftlichen Nutzen des Speichers allein. Einen belastbaren Speichervergleich erhält man erst, wenn Mehr-Eigenverbrauch, Ladeverluste, Alterung und entgangene Einspeisevergütung separat berechnet werden.

Auf reiner Hardwarebasis wirkt der Frühbucherpreis dennoch konkurrenzfähig: 2.099 Euro für 7 kWh Speicher, drei Hochvolt-MPPTs und den integrierten Hybridwechselrichter entsprechen nominal rund 300 Euro je Kilowattstunde. Installations-, Modul- und Zubehörkosten relativieren diesen Wert, ändern aber nichts an der aggressiven Preispositionierung.

Technische Daten der Solarbank Max

PV-Eingang

Max. PV-Leistung

10.000 Wp

MPP-Tracker

3 unabhängig

Max. Eingangsstrom

18 A je MPPT

Arbeitsspannung

30 bis 550 V DC

Max. Leerlaufspannung

Max. 600 V je String

Solarmodule

8 bis 20 gesamt, bis zu 3 Strings

Speicher

Batterietyp

LiFePO4

Basiskapazität

7 kWh

Max. Kapazität

42 kWh mit 5 × BP7000

Zyklen

Bis zu 10.000 laut Anker

Produktlebensdauer

15 Jahre laut Anker

Garantie

10 Jahre

AC-Ausgänge

Schuko-Modus

Max. 800 W

PluginPower 2.0

Max. 3.500 W, eigener Stromkreis

Festanschluss

Max. 4.600 W in Deutschland

Off-Grid-Ausgang

Max. 3.680 W

Phasen

Einphasig

Allgemeine Daten

Modellnummer

AE111

Maße

670 × 356 × 350 mm

Gewicht

76,5 kg

Schutzart

IP66

Betriebstemperatur

−20 bis 55 °C

Funkverbindung

Bluetooth, WLAN 2,4 GHz

Was wir im Test klären müssen

Die neue Solarbank Max ist bislang nicht unabhängig vermessen. Besonders wichtig sind der Roundtrip-Wirkungsgrad bei DC- und Netzladung, die tatsächlich nutzbare Kapazität sowie der Eigenverbrauch im Leerlauf. Bei 10 kWp PV-Eingang ist außerdem entscheidend, wie das System Leistung begrenzt, wenn Akku und Hauslast den Solarertrag nicht aufnehmen können.

Ein Test muss auch zeigen, wie schnell Smart Meter und Wechselrichter auf Lastsprünge reagieren, wie nah die Regelung am Netzbezug null arbeitet und ob bei hoher Leistung Lüftergeräusche oder thermische Drosselung auftreten. Bei 76,5 Kilogramm und IP66 sind zudem Aufstellung, Kondensat, Kabelzugang und Wartung im Außenbereich relevant.

Offen bleiben die genaue Backup-Umschaltzeit, der Funktionsumfang der lokalen Home-Assistant-Anbindung, die Qualität der KI-Prognosen und die Unterstützung externer Zähler. Auch Power Dock, Mehrgerätebetrieb und Backup Auto Switch können erst bewertet werden, wenn Hardware, Firmware und deutsche Installationsunterlagen verfügbar sind.

Schließlich braucht es belastbare Zertifikate für die verschiedenen Anschlussarten. Entscheidend ist, ob der Schuko-Betrieb als technisch eigenständige 800-VA-Konfiguration dokumentiert wird und wie ein Wechsel auf 3,5 oder 4,6 kW gegen eine unzulässige Aktivierung abgesichert ist. Bei einem Produkt, das Balkon- und Dach-PV in einer Plattform vereint, ist diese Trennung ebenso wichtig wie die reinen Leistungsdaten.

Erstes Fazit zur Anker Solarbank Max

Die Anker Solix Solarbank Max ist das bislang deutlichste Zeichen dafür, dass Anker die Solarbank-Reihe vom Balkonkraftwerk in Richtung Heimspeicher entwickelt. 10 kWp PV-Eingang, 7 bis 42 kWh Speicher und bis zu 4,6 kW AC-Leistung sind für ein System mit optionalem Steckanschluss außergewöhnlich. Die direkte DC-Kopplung macht das Modell besonders für neue, größere Anlagen interessant.

Die Stärke ist zugleich die wichtigste Einschränkung. Die Solarbank Max ist groß, 76,5 Kilogramm schwer, einphasig und arbeitet auf der PV-Seite mit mehreren hundert Volt Gleichspannung. Wer ihr Potenzial nutzen will, braucht keine fünfminütige Balkoninstallation, sondern eine geplante Elektroanlage samt Fachbetrieb und regulärem Netzanschlussverfahren. Für zwei bis vier Module bleibt die Solarbank 4 Pro oder ein kleinerer Speicher die logischere Wahl.

Auch der attraktive Frühbucherpreis ab 2.099 Euro erzählt nur einen Teil der Kosten. Module, Montage, Schutztechnik und Elektriker kommen hinzu. Ankers Zwei-Jahres-Amortisation ist ein optimistischer Best Case und nicht auf einen durchschnittlichen Haushalt übertragbar. Vor dem Kauf sollten Verbrauch, PV-Ertrag und sinnvoll nutzbare Kapazität individuell gerechnet werden.

Unterm Strich ist die Solarbank Max ein spannender, ungewöhnlich skalierbarer Hybridspeicher – aber kein Produkt, das allein wegen seiner 800-Watt-Option automatisch als Balkonkraftwerk durchgeht. Wenn Wirkungsgrad, Regelung, lokale Schnittstellen und Zertifizierung im Test überzeugen, könnte sie eine interessante Alternative zu klassischen einphasigen Hybridwechselrichtern mit separatem Batteriespeicher werden.

Anker Solix Solarbank Max mit 7 kWh Speicher Produktbild
ANKER

Solix Solarbank Max

  • 7 kWh LFP-Speicher
  • Bis zu 10 kW PV-Eingang
  • Erweiterbar auf 42 kWh
  • Bis zu 4.600 W AC-Ausgang

Häufige Fragen zur Anker Solix Solarbank Max

Wann kommt die Anker Solix Solarbank Max auf den Markt?

Für registrierte Interessenten soll die Frühbucher-Bestellmöglichkeit am 22. Oktober 2026 um 10 Uhr beginnen. Die Registrierung läuft vom 3. September bis zum 21. Oktober 2026. Einen allgemeinen Verkaufs- oder konkreten Liefertermin hat Anker bislang nicht eindeutig veröffentlicht.

Wie groß ist der Solarbank-Max-Akku?

Die Haupteinheit besitzt 7 kWh Speicherkapazität. Mit bis zu fünf BP7000 Erweiterungsakkus lässt sich das System in 7-kWh-Schritten auf maximal 42 kWh ausbauen.

Wie viele Solarmodule sind möglich?

Anker bewirbt insgesamt acht bis 20 Solarmodule mit zusammen maximal 10 kWp, verteilt auf bis zu drei Hochvolt-Strings. Entscheidend sind die elektrischen Grenzwerte: 18 A je MPPT, 30 bis 550 V Arbeitsspannung und maximal 600 V Leerlaufspannung je String.

Ist die Solarbank Max noch ein Balkonkraftwerk?

Nur eine entsprechend zertifizierte und technisch verriegelte Konfiguration bis 2.000 Wp Modulleistung und 800 VA Wechselrichterleistung kann unter die vereinfachten Steckersolar-Regeln fallen. Mit Ankers beispielhaften 500-Watt-Modulen ergeben acht bis 20 Module bereits 4 bis 10 kWp. Ein solcher Aufbau oder eine Ausgangsleistung von 3,5 bis 4,6 kW verlangt ein reguläres Anschlussverfahren und eine fachgerechte Installation.

Was unterscheidet Solarbank Max und Max AC?

Die neue Solarbank Max AE111 hat drei direkte Hochvolt-PV-Eingänge und ersetzt damit auch den Solarwechselrichter. Die Solarbank Max AC besitzt keine Solareingänge und ist als AC-gekoppelter Speicher zur Nachrüstung einer bestehenden PV-Anlage gedacht. Beide starten mit 7 kWh und lassen sich auf 42 kWh erweitern.

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Alexander Jakob
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Alexander Jakob
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