Mit dem Maxxicharge V2+ bringt Maxxisun eine überarbeitete Generation seines modularen Balkonkraftwerk Speichers auf den Markt. Bestellbar ist das System ab dem 24. August 2026, die ersten Auslieferungen sollen am 20. September 2026 beginnen. Zu den wichtigsten Herstellerangaben gehören bis zu 6.000 Wp anschließbare Modulleistung, 10.000 Ladezyklen, 2.300 Watt bidirektionale AC-Leistung und die serienmäßig vorbereitete ready2plugin Technologie.
Ganz neu sind allerdings nicht alle beworbenen Funktionen. Schon der von uns getestete Maxxicharge 5.0 mit CCU V2 bot 2.300 Watt Ausgangsleistung, einen 3.600-Watt-Boost, eine USV-Umschaltung in weniger als 20 Millisekunden, eine lokale Nulleinspeisung und die Erweiterung auf bis zu 16 Speicher. Beim V2+ liegen die eigentlichen Fortschritte deshalb vor allem in den überarbeiteten Akkus, der offiziell höheren PV-Überbelegung, der kabelgebundenen Multiuse-Verbindung, dem neuen M29-Anschluss sowie der Garantie- und Preisgestaltung.

Maxxicharge V2+ (Plus)
- 3 oder 5 kWh LiFePO4-Speicher zur Wahl
- Bis zu 2.300 Watt bidirektionale AC-Leistung
- Bis zu 6.000 Wp bei Ost-West-Ausrichtung möglich
- Freischaltung über 800 Watt kostet 179 Euro extra
- Noch keine unabhängigen Messwerte zum V2+
Wichtig: Beim folgenden Beitrag handelt es sich um eine technische Einordnung zum Marktstart und noch nicht um einen Test. Die Messwerte zum Wirkungsgrad, zur nutzbaren Kapazität und zur Regelgeschwindigkeit stammen aus unserem Praxistest des Vorgängers und dürfen nicht ungeprüft auf den V2+ übertragen werden.
Das Wichtigste in Kürze
Für Neukäufer ist der V2+ klar interessanter: Er startet deutlich günstiger, bietet höhere Zyklenangaben und ist besser auf künftige Erweiterungen ausgelegt. Besitzer einer CCU V2 2300 müssen dagegen nicht automatisch wechseln. Ausgangsleistung, Notstrom und Regelgeschwindigkeit bleiben weitgehend gleich.
Maxxicharge Systeme im Vergleich
| Merkmal | Maxxicharge V2 | Maxxicharge V2+ |
|---|---|---|
| Akku M5.0 | 5,22 kWh, 6.000 Zyklen | Neu 5,0 kWh, 10.000 Zyklen |
| PV-Leistung M5.0 | Bis 3.000 Watt | Neu 3.000 Watt gleichzeitig, bis 6.000 Wp in Ost-West |
| AC-Leistung | 1.200 oder 2.300 Watt | 2.300 Watt (legal möglich) |
| Regelung | Intern 0,2 s, System unter 2 s | Intern 0,4 s, System unter 2 s |
| Notstrom | 2.300 Watt, 3.600 Watt Peak, USV unter 20 ms | Nahezu unverändert |
| ready2plugin | CCU V2 inzwischen offiziell kompatibel | Ab Werk vorbereitet, Freischaltung über 800 Watt kostet 179 Euro |
| Multiuse | Bis drei CCUs angekündigt | Neu Kabelgebunden mit mindestens einer CCU V2+ als Master |
| Anschluss | M25 | Neu M29, ältere Komponenten per Adapter |
| Garantie | 10 Jahre | 10 Jahre, optional 15 Jahre mit Aufpreis |
Diese Neuerungen gibt es
Überarbeitete Batterien mit 10.000 Ladezyklen
Der M3.0 V2+ bietet 3 kWh und laut Maxxisun 8.000 Ladezyklen, der M5.0 V2+ 5 kWh und 10.000 Zyklen. Beide verwenden LiFePO4-Zellen, besitzen ein Aluminiumgehäuse, Schutzart IP65 und eine Heizung für niedrige Temperaturen.
Die höhere Zyklenfestigkeit ist der größte Fortschritt auf dem Papier. Die Kapazität steigt dagegen nicht: Der bisherige M5.0 besaß 5,22 kWh, das neue Modell glatt 5 kWh. Wie viel davon tatsächlich nutzbar ist, muss ein Test zeigen. Beim Vorgänger ermittelten wir hochgerechnet rund 4,8 kWh nutzbare Energie.
Höhere Solarmodul Leistung möglich
Der M5.0 V2+ darf bei geeigneter Ost-West-Ausrichtung mit bis zu 6.000 Wp belegt werden. Das bedeutet jedoch keine Ladeleistung von 6.000 Watt. Gleichzeitig verarbeitet das System weiterhin maximal 3.000 Watt. Beim M3.0 sind es 2.000 Watt beziehungsweise bis zu 4.000 Wp in Ost-West.
Die höhere Überbelegung verbreitert vor allem das Ertragsfenster am Morgen und Abend. Bei reiner Südausrichtung bleiben maximal 2.000 beziehungsweise 3.000 Wp vorgesehen. Auch der als „Voltage Boost“ beworbene Betrieb mit in Reihe geschalteten Modulen war grundsätzlich schon beim V2 vorhanden.
Funktion ready2plugin ab Werk integriert
Die ready2plugin-Logik ist beim V2+ ab Werk in die CCU integriert. Sie soll die Belastung des Stromkreises überwachen und dadurch bis zu 2.300 Watt an einer Schutzkontaktsteckdose ermöglichen. Die Freischaltung oberhalb von 800 Watt kostet 179 Euro, der optionale Anmeldeservice weitere 119 Euro.
Wichtig: Die vereinfachten Sonderregeln für Steckersolargeräte gelten weiterhin nur bis 800 VA Wechselrichterleistung und 2.000 Watt Modulleistung. ready2plugin soll den sicheren Steckdosenanschluss ermöglichen, ersetzt bei höheren Leistungen aber nicht die erforderliche Anmeldung.
Bestehende V2-Nutzer sollten vor einem Austausch bei Maxxisun nachfragen. Die CCU V2 mit 1.200 und 2.300 Watt wird inzwischen ebenfalls auf der offiziellen ready2plugin-Kompatibilitätsliste geführt.
Multiuse mit bis zu drei CCUs
Bis zu drei CCUs lassen sich zu einem System mit maximal 6.900 Watt kombinieren. Das war bereits für den V2 angekündigt. Neu ist vor allem die kabelgebundene Verbindung über eine CCU V2+ als Master. Ältere CCUs und Speicher bleiben laut Maxxisun kompatibel; zwischen M29 und M25 wird lediglich ein Adapterkabel benötigt.
Ebenfalls neu beworben werden ein Offline-Modus, ein Serverstandort in Deutschland und die optionale Garantieverlängerung von zehn auf 15 Jahre. Wie umfangreich die App ohne Internet funktioniert, ist noch offen.
Was bleibt gleich?
Die CCU V2+ liefert weiterhin 2.300 Watt dauerhaft, rund 3.600 Watt für weniger als fünf Sekunden und schaltet bei aktivierter USV in weniger als 20 Millisekunden um. Auch Bypass, Akkuheizung, IP65, passive Kühlung und die Erweiterung auf bis zu 16 Speicher gab es bereits.
Keinen belegten Fortschritt sehen wir bislang bei der Nulleinspeisung. Unser V2 regelte Lastsprünge meist in ein bis zwei Sekunden aus und hielt die Abweichung häufig innerhalb von etwa ±15 Watt. Maxxisun nennt für den V2+ 0,4 Sekunden interne Reaktionszeit, aber weiterhin weniger als zwei Sekunden für das Gesamtsystem. Das V2-Datenblatt nannte intern sogar 0,2 Sekunden.
Auch zur Effizienz fehlen neue Messwerte. Der V2 erreichte in unserem Test 85,2 Prozent DC-zu-AC-Wirkungsgrad und rund 94 Prozent im Bypass. Diese Werte dürfen nicht automatisch auf den V2+ übertragen werden.
Lohnt sich das Upgrade?
Meist nicht nötig
Nur bei mehr Leistung
Gezielt erweitern
V2+ bevorzugen
Verfügbarkeit, Preis & Gutschein
Der Maxxicharge V2+ ist ab dem 24. August 2026 bestellbar. Die Auslieferung soll am 20. September 2026 beginnen. Einzelkomponenten starten bei 599 Euro für die CCU V2+, 749 Euro für den M3.0 und 1.249 Euro für den M5.0. Ein reines System aus CCU und Akku kostet damit ab 1.348 Euro mit 3 kWh beziehungsweise 1.848 Euro mit 5 kWh.
1.482 Euro
mit 300-Euro-Gutschein
2.199 Euro
mit 300-Euro-Gutschein
Der Pre-Launch-Gutschein gilt ausschließlich für komplette Balkonkraftwerke mit Speicher und ist vom 24. August bis 15. September 2026 einlösbar. Einzelne Akkus oder CCUs sind ausgeschlossen. Montagesystem, Smart Meter, ready2plugin-Freischaltung und Anmeldeservice können den Endpreis erhöhen.
Offene Punkte
Vor dem ersten Praxistest fallen im offiziellen Datenblatt noch einige Widersprüche auf:
- Im Kurztext stehen 5.000 beziehungsweise 6.000 Zyklen, in den technischen Tabellen und im Shop dagegen 8.000 beziehungsweise 10.000 Zyklen.
- Das Datenblatt begrenzt die PV-Spannung auf 120 Volt, die Produkt-FAQ nennt stellenweise bis zu 138 Volt.
- Die Produktseite nennt maximal 80 kWh, im Datenblatt stehen noch 83,5 kWh – offenbar der Wert des 5,22-kWh-Vorgängers.
- Unabhängige Messwerte zu nutzbarer Kapazität, Wirkungsgrad, Teillast und Offline-Betrieb fehlen noch.
Für Installationen nahe den Spannungs- oder Leistungsgrenzen würden wir die zulässige Auslegung deshalb vorab schriftlich von Maxxisun bestätigen lassen.
Unser Fazit
Der Maxxicharge V2+ verbessert vor allem die Wirtschaftlichkeit und Erweiterbarkeit. Die neuen Akkus sind günstiger und werden mit deutlich mehr Zyklen beworben, größere Ost-West-Anlagen lassen sich flexibler anschließen und das System ist besser auf kabelgebundenes Multiuse vorbereitet.

Maxxicharge V2+ (Plus)
- 3 oder 5 kWh LiFePO4-Speicher zur Wahl
- Bis zu 2.300 Watt bidirektionale AC-Leistung
- Bis zu 6.000 Wp bei Ost-West-Ausrichtung möglich
- Freischaltung über 800 Watt kostet 179 Euro extra
- Noch keine unabhängigen Messwerte zum V2+
Ein technischer Quantensprung ist der V2+ trotzdem nicht. 2.300 Watt Ausgangsleistung, 3.600 Watt Peak, schnelle Nulleinspeisung, USV und die enorme Skalierbarkeit waren schon beim V2 vorhanden. Für Neukäufer ist der V2+ daher die bessere Wahl; ein funktionierendes V2-System würden wir nur wegen einer konkret benötigten neuen Funktion umrüsten.
Datengrundlage: Maxxisun-Produktseiten und technisches Datenblatt vom 21. Juli 2026, abgeglichen mit unserer Bedienungsanleitung und den Messwerten des Maxxicharge V2. Preisstand: 18. August 2026.

