Jackery war bisher vor allem für tragbare Powerstations und Solargeneratoren bekannt. Mit der neuen SolarVault-3-Serie möchte sich der Hersteller nun auch im Markt für stationäre Balkonkraftwerk-Speicher etablieren. Das Basismodell der Serie ist der Jackery SolarVault 3 Pro mit einer Kapazität von 2,52 kWh und zahlreichen Funktionen.
In diesem Testbericht erfahren Sie, welche Funktionen der Jackery SolarVault 3 Pro bietet, wie zuverlässig die Nulleinspeisung funktioniert und wie effizient das System mit der gespeicherten Energie umgeht. Außerdem vergleichen wir den Speicher mit der Anker Solix Solarbank 3 Pro und anderen aktuellen Balkonkraftwerk-Speichern.
Das Wichtigste in Kürze
Folgende Eigenschaften bringt der Jackery SolarVault 3 Pro mit:
- Der Speicher verfügt über vier unabhängige MPP-Tracker mit jeweils maximal 1.000 Watt. Insgesamt können Solarmodule mit bis zu 4.000 Watt Eingangsleistung direkt angeschlossen werden, was daraus eine Photovoltaikanlage machen würde.
- Die vier Solareingänge arbeiten mit einer Spannung von 16 bis 60 Volt und unterstützen laut Datenblatt jeweils maximal 28 Ampere Eingangsstrom.
- Im Basisgerät ist ein LiFePO4-Akku mit 2,52 kWh Kapazität verbaut. Mit fünf BP2500 Erweiterungsakkus lässt sich die Speicherkapazität auf 15,12 kWh erhöhen.
- Jackery gibt eine Lebensdauer von 6.000 Ladezyklen bei 90 Prozent Entladetiefe und mindestens 70 Prozent verbleibender Kapazität an. Die Garantie beträgt zehn Jahre.
- Im Balkonkraftwerk-Modus ist die Einspeiseleistung auf 800 Watt begrenzt. Technisch sind bei entsprechender Anmeldung bis zu 1.200 Watt AC-Ausgangsleistung möglich.
- Über den bidirektionalen Wechselrichter kann der Akku auch aus dem Stromnetz geladen werden. Dadurch lassen sich dynamische Stromtarife oder Überschüsse einer bestehenden Dach-Photovoltaikanlage nutzen.
- Ein kompatibles Smart Meter erfasst den Stromverbrauch im Haushalt und passt die Einspeisung automatisch daran an. Unterstützt werden unter anderem Jackery Smart Meter, Shelly Pro 3EM, Shelly Pro EM-50, Everhome EcoTracker und verschiedene digitale Lesegeräte.
- Über die integrierte Steckdose können Geräte bei einem Stromausfall mit bis zu 1.200 Watt versorgt werden. Laut Jackery erfolgt die Umschaltung in weniger als 20 Millisekunden.
- Die wichtigsten Daten werden nicht nur in der App, sondern auch auf einem Display an der Vorderseite angezeigt.
- Als real nutzbare Kapazität wurden rund 2,1 kWh ermittelt. Das entspricht etwa 83,3 Prozent der angegebenen Bruttokapazität. Bei einem getesteten Vorseriengerät lagen der AC-Gesamtwirkungsgrad bei 76 Prozent und der Stand-by-Verbrauch bei 35 Watt. Diese beiden Werte sind jedoch nicht uneingeschränkt auf das finale Serienmodell übertragbar.
Die offiziellen technischen Daten nennen für das Basisgerät 2.520 Wh, vier PV-Eingänge mit jeweils 1.000 Watt, eine maximale Eingangsspannung von 60 Volt sowie 800 bzw. 1.200 Watt AC-Ausgangsleistung. Das Gerät wiegt 25,5 kg und misst 48,5 × 23,5 × 28,2 cm.
Letzte Aktualisierung:

SOLARVAULT 3 PRO
- Smarte KI Steuerung
- Bis zu 4000 Watt Ladeleistung
- Erweiterbar auf 15,12 kWh
- Software noch nicht perfekt
- Nur max. 2,1 kWh nutzbar
Testfazit zum Jackery SolarVault 3 Pro
Der Jackery SolarVault 3 Pro zählt technisch zu den interessantesten Balkonkraftwerk-Speichern der aktuellen Generation. Mit vier unabhängigen MPP-Trackern und einer maximalen PV-Eingangsleistung von 4.000 Watt ist das System besonders für größere Anlagen mit mehreren Ausrichtungen geeignet.
Im Vergleich zur Anker Solix Solarbank 3 Pro fällt die Grundkapazität mit 2,52 statt 2,688 kWh etwas kleiner aus. Dafür unterstützt Jackery eine höhere direkte PV-Eingangsleistung von 4.000 Watt. Auch das Display auf der Vorderseite ist im Alltag praktisch, da Ladezustand sowie Ein- und Ausgangsleistung direkt am Gerät abgelesen werden können.
Ein weiterer Vorteil ist die flexible Kommunikation. Neben WLAN stehen Bluetooth und ein Ethernet-Anschluss zur Verfügung. Selbst ohne Internetverbindung kann der Speicher über Bluetooth kontrolliert und eingestellt werden. Jackery nennt außerdem Home Assistant sowie zahlreiche Smart Meter und Smart Plugs von Drittanbietern als kompatibel.
Sehr gut gefällt uns auch das Sicherheitskonzept. Neben LiFePO4-Zellen und einer laufenden Temperaturüberwachung verfügt der SolarVault 3 Pro über ein integriertes Aerosol-Feuerlöschsystem. Eine solche Funktion findet man bislang nur bei wenigen Balkonkraftwerk-Speichern.
Bei der Software besteht dagegen noch Verbesserungspotenzial. In einem unabhängigen Praxistest reagierte die Jackery App langsamer als die Systeme von Anker Solix und Zendure. In Verbindung mit einem Smart Plug kam es außerdem zu Unstimmigkeiten bei der Energiesteuerung. Die grundlegenden Funktionen wie Zeitpläne, Eigenverbrauchsoptimierung, dynamische Stromtarife und Smart-Meter-Regelung waren jedoch vorhanden.
Bei der Effizienz fällt die Bewertung derzeit gemischt aus. Als real nutzbare Kapazität wurden rund 2,1 kWh ermittelt, was etwa 83,3 Prozent der angegebenen Bruttokapazität entspricht. Ein Test nennt außerdem einen Ladeverlust von rund 10 Prozent. Bei einem Vorseriengerät wurden ein AC-Gesamtwirkungsgrad von 76 Prozent und ein Stand-by-Verbrauch von 35 Watt gemessen. Da es sich dabei nicht um das finale Seriengerät handelte, sind diese beiden Werte nur eingeschränkt übertragbar.
Insgesamt liefert Jackery ein sehr durchdachtes All-in-One-System. Besonders interessant ist der SolarVault 3 Pro für Haushalte mit mehreren Solarmodulen, unterschiedlichen Ausrichtungen, einem dynamischen Stromtarif oder einer bestehenden Dach-PV-Anlage.
- Vier unabhängige MPP-Tracker
- Bis zu 4.000 Watt direkte PV-Eingangsleistung
- Auf bis zu 15,12 kWh erweiterbar
- Bidirektionales Laden über das Stromnetz
- KI-Steuerung für Wetterdaten und dynamische Stromtarife
- Kompatibel mit Shelly, Everhome und weiteren Smart Metern
- WLAN, Bluetooth und Ethernet
- Lokale Steuerung ohne permanente Cloud-Verbindung möglich
- Display direkt am Speicher
- 1.200 Watt Notstromleistung
- Integriertes Aerosol-Feuerlöschsystem
- Zehn Jahre Herstellergarantie
- Etwas geringere Grundkapazität als bei der Anker Solarbank 3 Pro
- Separater Standfuß kostet zusätzlich
- Rückseite kann bei hoher Ladeleistung deutlich warm werden
- Seitlich angeschlossene Kabel benötigen vergleichsweise viel Platz
- App und Smart-Plug-Steuerung teilweise noch nicht vollständig ausgereift
- Nur rund 2,1 kWh real nutzbare Kapazität
- Vorseriengerät mit 76 Prozent AC-Gesamtwirkungsgrad und 35 Watt Stand-by-Verbrauch
Lieferumfang und Verarbeitung
Der Jackery SolarVault 3 Pro wird zusammen mit einem AC-Anschlusskabel, einem Werkzeug zum Trennen der Solarstecker, Befestigungselementen, Schrauben und der Bedienungsanleitung geliefert. Solarmodule, Smart Meter, Standfuß und Erweiterungsakkus sind abhängig vom gewählten Set zusätzlich enthalten.
Das Gehäuse besteht aus Metall und macht einen sehr hochwertigen Eindruck. Jackery verwendet ein zurückhaltendes silbergraues Design mit einer schwarzen Leiste an der Vorderseite. Darin befindet sich ein Display, das unter anderem den Ladezustand sowie die aktuelle Eingangs- und Ausgangsleistung anzeigt.
Damit hebt sich Jackery von zahlreichen Konkurrenzprodukten ab, bei denen sämtliche Informationen ausschließlich über die App abrufbar sind. Im Alltag genügt ein kurzer Blick auf den Speicher, um den aktuellen Betriebszustand zu kontrollieren.
Die Solaranschlüsse befinden sich auf einer Seite des Geräts. Auf der gegenüberliegenden Seite sind der Netzanschluss, die bidirektionale AC-Steckdose, der Ethernet-Port und weitere Kommunikationsanschlüsse untergebracht. Dadurch sind alle Anschlüsse gut erreichbar. Allerdings sollte seitlich ausreichend Platz für die angeschlossenen Kabel eingeplant werden.
Mit einem Gewicht von rund 25,5 Kilogramm lässt sich das Gerät zwar noch von einer kräftigen Person bewegen, für regelmäßige Standortwechsel ist es jedoch nicht gedacht. Jackery bietet optional einen erhöhten Standfuß und Rollen an.
Das Gehäuse ist nach IP65 gegen Staub und Strahlwasser geschützt. Der Speicher darf laut Hersteller bei Temperaturen zwischen −20 und 55 Grad Celsius betrieben werden. Eine dauerhaft ungeschützte Aufstellung im Freien würden wir dennoch vermeiden. Ein überdachter Balkon, eine Garage oder ein trockener Technikraum sind besser geeignet.
In einem Test des Vorseriengeräts wurde an der Rückseite bei hoher Ladeleistung eine Oberflächentemperatur von mehr als 60 Grad Celsius gemessen. Die dort verbauten Kühlrippen benötigen daher ausreichend Abstand zur Wand. Der Speicher sollte nicht in ein enges, geschlossenes Möbelstück gestellt werden. Da es sich um ein Vorseriengerät handelte, kann die Temperatur beim finalen Serienmodell abweichen.
Vier MPP-Tracker und 4.000 Watt PV-Leistung
Eine der größten Stärken des Jackery SolarVault 3 Pro sind die vier unabhängigen MPP-Tracker. Jeder Solareingang kann eine Leistung von maximal 1.000 Watt verarbeiten. Insgesamt sind damit bis zu 4.000 Watt direkte PV-Eingangsleistung möglich.
Pro Eingang erlaubt Jackery eine Spannung von 16 bis 60 Volt. Der maximale Eingangsstrom liegt bei 28 Ampere, der zulässige Kurzschlussstrom bei 32 Ampere. Damit können auch leistungsstarke Solarmodule oder zwei parallel geschaltete Module an einem Eingang betrieben werden, sofern Spannung und Strom innerhalb der Grenzwerte bleiben.
Die vier getrennten Tracker sind vor allem bei unterschiedlichen Ausrichtungen vorteilhaft. So können beispielsweise zwei Module nach Osten und zwei weitere nach Westen ausgerichtet werden. Jedes Modul beziehungsweise jeder Modulstrang wird unabhängig geregelt.
Auch bei Teilverschattung gibt es Vorteile. Wird ein einzelnes Modul zeitweise durch ein Balkongeländer, einen Baum oder ein benachbartes Gebäude verschattet, beeinflusst dies nicht automatisch die Leistung der übrigen Eingänge.
Mit bis zu 4.000 Watt kann der Speicher deutlich mehr Modulleistung aufnehmen, als bei einem klassischen Balkonkraftwerk notwendig wäre. Nach der aktuell vereinfachten Balkonkraftwerk-Regelung sind in Deutschland grundsätzlich höchstens 2.000 Watt installierte Modulleistung vorgesehen. Größere Anlagen müssen regulär als Photovoltaikanlage angemeldet und gegebenenfalls von einer Elektrofachkraft installiert werden.
Die hohe Eingangsleistung ist dennoch sinnvoll. Solarmodule erreichen ihre Nennleistung nur unter optimalen Laborbedingungen. Eine moderate Überbelegung kann daher vor allem morgens, abends und bei bewölktem Wetter für höhere Erträge sorgen.
Bidirektionaler Hybridwechselrichter
Im SolarVault 3 Pro sind Batterie, Laderegler und Wechselrichter in einem einzigen Gehäuse untergebracht. Ein separater Mikrowechselrichter ist für eine neue Anlage nicht erforderlich.
Im normalen Balkonkraftwerk-Betrieb ist die Einspeiseleistung auf 800 Watt begrenzt. Technisch unterstützt das Gerät eine Ausgangsleistung von bis zu 1.200 Watt. Für eine höhere Einspeisung gelten allerdings andere rechtliche und technische Anforderungen als für ein gewöhnliches steckerfertiges Balkonkraftwerk.
Der Wechselrichter arbeitet bidirektional. Der Speicher kann daher nicht nur Energie in das Hausnetz abgeben, sondern auch über das Stromnetz geladen werden. Das ist vor allem in zwei Situationen interessant:
Zum einen können Nutzer eines dynamischen Stromtarifs den Akku in günstigen Stunden laden und die Energie später bei höheren Strompreisen verbrauchen.
Zum anderen lässt sich der Speicher über die AC-Seite mit einer bestehenden Dach-Photovoltaikanlage kombinieren. Erkennt das Smart Meter einen Überschuss, kann dieser über das Hausnetz in den Akku geladen werden.
Das technische Datenblatt nennt für den AC-Eingang maximal 2.300 Watt. Der reguläre AC-Ausgang ist modell- und installationsabhängig auf 800 beziehungsweise 1.200 Watt begrenzt. Im Bypass-Betrieb können angeschlossene Verbraucher mit bis zu 2.300 Watt versorgt werden.
Erweiterung mit den BP2500 Zusatzakkus
Im Basisgerät ist bereits ein LiFePO4-Akku mit einer Bruttokapazität von 2.520 Wh verbaut. Für einen durchschnittlichen Haushalt reicht diese Größe häufig aus, um den Solarüberschuss des Tages in die Abend- und Nachtstunden zu verschieben.
Wer mehr Kapazität benötigt, kann bis zu fünf BP2500 Erweiterungsakkus hinzufügen. Jeder Zusatzakku besitzt ebenfalls eine Kapazität von 2,52 kWh.
Folgende Ausbaustufen sind möglich:
| Erweiterungsakkus | Gesamtkapazität |
|---|---|
| Keine Erweiterung | 2,52 kWh |
| 1 × BP2500 | 5,04 kWh |
| 2 × BP2500 | 7,56 kWh |
| 3 × BP2500 | 10,08 kWh |
| 4 × BP2500 | 12,60 kWh |
| 5 × BP2500 | 15,12 kWh |
Die Akkus werden übereinandergestapelt und über die integrierten Anschlüsse miteinander verbunden. Dadurch wächst das System in die Höhe und benötigt kaum zusätzliche Stellfläche.
Jackery gibt außerdem an, dass bis zu drei vollständig ausgebaute Systeme parallel betrieben werden können. Dadurch wäre theoretisch eine Gesamtkapazität von bis zu 45,36 kWh möglich. Für ein klassisches Balkonkraftwerk wäre eine solche Dimensionierung allerdings deutlich übertrieben. Interessanter ist diese Option für größere Photovoltaikanlagen und Haushalte mit einem hohen Stromverbrauch.
Bei der Batterie setzt Jackery auf LiFePO4-Zellen. Laut Datenblatt sollen nach 6.000 Ladezyklen bei 90 Prozent Entladetiefe noch mindestens 70 Prozent der ursprünglichen Kapazität vorhanden sein. Zusätzlich gewährt der Hersteller eine Garantie von zehn Jahren und nennt eine Auslegungslebensdauer von 15 Jahren.
Smart Meter und dynamische Einspeisung
Damit der Speicher seine Ausgangsleistung automatisch an den aktuellen Stromverbrauch anpassen kann, wird ein kompatibles Smart Meter benötigt.
Das Messgerät erfasst kontinuierlich, ob der Haushalt gerade Strom aus dem öffentlichen Netz bezieht oder überschüssige Energie einspeist. Diese Daten werden an den SolarVault 3 Pro übertragen. Der Speicher erhöht oder reduziert daraufhin seine Leistung.
Verbraucht der Haushalt beispielsweise 450 Watt und die Solarmodule liefern gerade keine Energie, kann der Speicher ungefähr 450 Watt ins Hausnetz abgeben. Steigt der Verbrauch durch das Einschalten eines weiteren Geräts auf 750 Watt, wird die Ausgangsleistung entsprechend erhöht.
Jackery unterstützt mehrere eigene Messlösungen:
- Jackery Smart Meter für einphasige Anschlüsse
- Jackery Smart Meter für dreiphasige Anschlüsse
- D0- beziehungsweise IR-Lesegeräte für digitale Stromzähler
- P1- und TIC-Schnittstellenleser
Darüber hinaus nennt Jackery unter anderem den Shelly Pro 3EM, Shelly Pro EM-50, Everhome EcoTracker, HomeWizard P1 Meter und Homey Energy Dongle als kompatibel. Auch Shelly Plus Plug und Shelly Plug S können eingebunden werden.
Das ist ein klarer Vorteil gegenüber Speichersystemen, die ausschließlich mit herstellereigenem Zubehör funktionieren.
In Praxistests funktionierte die Regelung mit einem Smart Meter zuverlässiger als ausschließlich über einen Smart Plug. Im Praxistest lag die Reaktionszeit der Regelung etwa bei 1-2 Sekunden, was inzwischen branchenüblich ist. Kurzfristige Netzbezüge und Einspeisespitzen lassen sich bei dynamisch geregelten Speichersystemen grundsätzlich nicht vollständig vermeiden.
Eine mathematisch perfekte Nulleinspeisung ist bei solchen Systemen kaum möglich. Haushaltsgeräte verändern ihre Leistungsaufnahme ständig, während Messung, Datenübertragung und Regelung eine gewisse Zeit benötigen. Entscheidend ist daher, dass die Abweichungen gering bleiben und sich über den Tag weitgehend ausgleichen.
Wirkungsgrad und nutzbare Kapazität im Test
Der Wirkungsgrad gehört zu den wichtigsten Eigenschaften eines Balkonkraftwerk-Speichers. Schließlich durchläuft die Energie beim Laden und Entladen mehrere Umwandlungsstufen.
Beim DC-Test wird der Akku direkt über die Solareingänge geladen und anschließend entladen. Beim AC-Test erfolgt auch die Ladung über das Stromnetz. Dadurch entstehen zusätzliche Verluste im Wechselrichter.
Nutzbare Kapazität
Von der angegebenen Bruttokapazität von 2,52 kWh sind im realen Betrieb rund 2,1 kWh nutzbar. Das entspricht etwa 83,3 Prozent der Herstellerangabe. Rund 0,42 kWh beziehungsweise 16,7 Prozent stehen dem Nutzer somit nicht als entnehmbare Energie zur Verfügung.
Ein Teil der Kapazität wird vom Batteriemanagementsystem als Sicherheitsreserve zurückgehalten. Dadurch sollen eine Tiefentladung vermieden und die Lebensdauer der Zellen erhöht werden. Die tatsächlich verfügbare Kapazität kann abhängig von Entladegrenze, Ausgangsleistung, Temperatur und Firmware geringfügig variieren.
AC-Wirkungsgrad
Für das finale Serienmodell liegt bislang keine vollständig dokumentierte AC-Round-Trip-Messung mit exakt ausgewiesener Lade- und Entladeenergie vor. Bekannt ist ein Ladeverlust von rund 10 Prozent. Dieser Wert beschreibt jedoch nur den Ladevorgang und darf nicht mit dem gesamten Wirkungsgrad aus Laden, Speichern und Entladen gleichgesetzt werden.
Bei einem getesteten Vorseriengerät wurde ein AC-Gesamtwirkungsgrad von 76 Prozent ermittelt. Von 1.000 Wh zugeführter Energie kamen demnach rund 760 Wh wieder am Ausgang an. Da es sich um ein Vorserienmodell handelte, ist dieser Wert nicht uneingeschränkt auf die finale Verkaufsversion übertragbar.
DC-Wirkungsgrad
Ein separat und nachvollziehbar gemessener DC-Gesamtwirkungsgrad des normalen SolarVault 3 Pro wurde bislang nicht veröffentlicht. Der zuvor angenommene Wert von 83,5 Prozent stammte von einem anderen Speichersystem und lässt sich daher nicht auf das Jackery-Modell übertragen.
Wirkungsgrad bei niedriger Leistung
Auch für eine Entladung mit nur 150 Watt liegt bislang kein belastbarer Messwert des Serienmodells vor. Grundsätzlich fällt der Wirkungsgrad bei niedriger Ausgangsleistung meist geringer aus, da Wechselrichter, Batteriemanagement und Kommunikation unabhängig von der abgegebenen Leistung einen gewissen Eigenverbrauch verursachen.
Bei einer hohen Ausgangsleistung fällt dieser Eigenverbrauch prozentual weniger stark ins Gewicht. Bei einer dauerhaft niedrigen Grundlast können die Verluste dagegen erheblich sein.
Stand-by-Verbrauch
Bei einem getesteten Vorseriengerät wurde ein Stand-by-Verbrauch von 35 Watt gemessen. Bei einem dauerhaft gleich hohen Verbrauch wären das rechnerisch rund 306,6 kWh pro Jahr. Das wäre für einen Balkonkraftwerk-Speicher ausgesprochen hoch.
Da die Messung an einem Vorserienmodell durchgeführt wurde, lässt sich der Wert nicht sicher auf das finale Seriengerät übertragen. Ein verlässlich dokumentierter Stand-by-Verbrauch der Verkaufsversion liegt bislang nicht vor.
Bekannte Messergebnisse
| Messung | Ergebnis |
|---|---|
| Bruttokapazität | 2,52 kWh |
| Nutzbare Kapazität | ca. 2,1 kWh |
| Nutzbarer Anteil | ca. 83,3 % |
| Nicht nutzbarer Anteil | ca. 0,42 kWh beziehungsweise 16,7 % |
| Ladeverlust über AC | ca. 10 % |
| AC-Gesamtwirkungsgrad | 76 % beim Vorseriengerät |
| DC-Gesamtwirkungsgrad | Noch nicht belastbar dokumentiert |
| Wirkungsgrad bei 150 W | Noch nicht belastbar dokumentiert |
| Stand-by-Verbrauch | 35 W beim Vorseriengerät |
| Stand-by-Verbrauch des Serienmodells | Noch nicht belastbar dokumentiert |
Funktionen in der Jackery App
Für die SolarVault-3-Serie wird eine neue Jackery App benötigt. Die ältere Jackery Home App, die für vorherige Speicher und Powerstations verwendet wurde, ist nicht mit dem neuen System kompatibel.
Die Startseite zeigt die aktuellen Energieflüsse zwischen Solarmodulen, Batterie, Hausnetz und angeschlossenen Verbrauchern. Zusätzlich werden der Ladezustand, die Batterietemperatur und die aktuelle Ein- und Ausgangsleistung dargestellt.
Für die Auswertung stehen Tages-, Wochen-, Monats- und Jahresstatistiken zur Verfügung. Dadurch lässt sich nachvollziehen, wie viel Solarstrom produziert, gespeichert und selbst verbraucht wurde.
In der App stehen mehrere Betriebsmodi zur Verfügung:
Eigenverbrauchsmodus
In diesem Modus versucht der Speicher, den Netzbezug möglichst stark zu reduzieren. Überschüssige Solarenergie wird zuerst in den Akku geladen. Sobald die PV-Leistung nicht mehr ausreicht, versorgt der Speicher den Haushalt.
Zeitplanmodus
Im Zeitplanmodus können feste Lade- und Entladezeiten festgelegt werden. Das ist beispielsweise sinnvoll, wenn der Stromtarif bestimmte Hoch- und Niedertarifzeiten besitzt.
Tarifmodus
Der Tarifmodus berücksichtigt feste oder dynamische Strompreise. Der Speicher kann dadurch in günstigen Stunden geladen und bei höheren Preisen wieder entladen werden.
Benutzerdefinierter Modus
Hier lassen sich Ladegrenzen, Entladegrenzen und weitere Parameter manuell festlegen. Wer die Lebensdauer des Akkus maximieren möchte, kann beispielsweise nur den Bereich zwischen 10 und 90 Prozent verwenden.
KI-Smart-Modus
Im KI-Modus erstellt das System stündliche Lade- und Entladepläne. Dafür werden Wetterprognosen, Strompreise und das bisherige Verbrauchsverhalten des Haushalts berücksichtigt.
KI-Smart-Modus und dynamische Stromtarife
Der KI-Smart-Modus soll den Betrieb des Speichers weitgehend automatisieren. Das System analysiert, wie viel Energie der Haushalt zu bestimmten Tageszeiten benötigt und welche Solarerträge aufgrund der Wetterprognose zu erwarten sind.
Wird für den nächsten Tag wenig Sonne vorhergesagt, kann der Speicher beispielsweise in einer günstigen Nachtstunde aus dem Stromnetz geladen werden. Die Energie wird anschließend während einer teuren Strompreisphase wieder an den Haushalt abgegeben.
Bei einer sonnigen Prognose sollte das System dagegen ausreichend freie Akkukapazität für den erwarteten Solarüberschuss reservieren.
Jackery gibt an, Strompreisdaten von mehr als 860 europäischen Energieversorgern beziehungsweise Tarifquellen berücksichtigen zu können. Welche Anbieter tatsächlich unterstützt werden, sollte vor dem Kauf direkt in der App beziehungsweise auf der Jackery-Seite überprüft werden.
Grundsätzlich ist die Kombination aus Batteriespeicher und dynamischem Stromtarif interessant. Die Preisdifferenz muss allerdings groß genug sein, um die Lade- und Entladeverluste auszugleichen.
Legt man beispielhaft den beim Vorseriengerät gemessenen Gesamtwirkungsgrad von 76 Prozent zugrunde, müsste der spätere Strompreis mindestens rund 31,6 Prozent höher sein als der Einkaufspreis, damit allein durch die Preisdifferenz ein Vorteil entsteht. Beim finalen Serienmodell kann dieser Wert abweichen. Steuern, Netzentgelte und tarifabhängige Gebühren müssen ebenfalls berücksichtigt werden.
Wie zuverlässig der KI-Smart-Modus unterschiedliche Wetterlagen, Verbrauchsmuster und Strompreise über einen längeren Zeitraum berücksichtigt, lässt sich derzeit noch nicht abschließend bewerten. Belastbare Langzeitdaten über mehrere Wochen oder Monate liegen bislang nicht vor.
AC-Kopplung für bestehende PV-Anlagen
Der SolarVault 3 Pro kann nicht nur mit direkt angeschlossenen Solarmodulen verwendet werden. Durch die bidirektionale AC-Kopplung lässt sich der Speicher auch in eine bestehende Dach-Photovoltaikanlage integrieren.
Dafür muss die vorhandene PV-Verkabelung nicht verändert werden. Ein Smart Meter erfasst, ob die Dachanlage gerade mehr Strom produziert, als im Haushalt benötigt wird. Der SolarVault 3 Pro lädt diesen Überschuss anschließend über den Netzanschluss in den Akku.
Dadurch eignet sich das Gerät auch als nachträglich installierter AC-Speicher. Allerdings entstehen bei diesem Aufbau mehr Umwandlungsverluste als bei einer direkten DC-Ladung.
Die Energie wird zunächst vom vorhandenen PV-Wechselrichter von Gleichstrom in Wechselstrom umgewandelt. Der SolarVault muss den Wechselstrom anschließend wieder für die Batterie aufbereiten. Beim späteren Entladen erfolgt eine weitere Umwandlung zurück in Wechselstrom.
Besitzer einer kleinen Bestandsanlage mit Mikrowechselrichter können diesen laut Jackery außerdem direkt mit der AC-Steckdose des Speichers verbinden. Dabei darf die Ausgangsleistung des Mikrowechselrichters die zulässige AC-Eingangsleistung des SolarVault nicht überschreiten.
Notstromfunktion und Bypass-Leistung
Auf der Seite des Speichers befindet sich eine Schuko-Steckdose, über die elektrische Geräte direkt versorgt werden können.
Bei einem Stromausfall schaltet das System laut Hersteller innerhalb von weniger als 20 Millisekunden auf Batteriebetrieb um. Die maximale Inselnetz-Leistung beträgt 1.200 Watt.
Damit lassen sich beispielsweise folgende Geräte versorgen:
- Kühlschrank und Gefrierschrank
- Router und Netzwerkgeräte
- Computer und Monitore
- Fernseher
- Beleuchtung
- Ladegeräte
- kleinere Haushaltsgeräte
Für Wasserkocher, Heizlüfter, leistungsstarke Kaffeemaschinen oder mehrere gleichzeitig betriebene Großverbraucher sind 1.200 Watt dagegen häufig nicht ausreichend.
Solange das öffentliche Stromnetz verfügbar ist, arbeitet die Steckdose auch im Bypass-Modus. Dabei können bis zu 2.300 Watt vom Netz beziehungsweise von der PV-Anlage direkt an den angeschlossenen Verbraucher weitergeleitet werden.
Die Notstromfunktion ersetzt allerdings keine vollständige Ersatzstromversorgung für das gesamte Haus. Versorgt werden ausschließlich Geräte, die direkt mit der Steckdose des SolarVault verbunden sind.
Sicherheitsfunktionen
Jackery stattet den SolarVault 3 Pro mit mehreren Sicherheitsmechanismen aus.
Die verwendeten LiFePO4-Zellen gelten als thermisch stabiler als klassische Lithium-Nickel-Mangan-Cobalt-Zellen. Zusätzlich überwacht das System die Temperaturen an wichtigen Stromkreisen und Anschlüssen.
Erkennt der Speicher einen ungewöhnlichen Temperaturanstieg, wird eine Warnung an die Jackery App gesendet. Dadurch sollen Probleme durch lockere Steckverbindungen, Überlastung oder zu hohe Umgebungstemperaturen frühzeitig erkannt werden.
Eine Besonderheit ist das integrierte Aerosol-Feuerlöschsystem. Bei einer gefährlichen Temperaturentwicklung soll das Modul automatisch ein Lösch-Aerosol freisetzen und eine weitere Ausbreitung verhindern.
Eine solche Sicherheitsfunktion lässt sich in einem gewöhnlichen Produkttest verständlicherweise nicht praktisch auslösen. Für einen Batteriespeicher, der möglicherweise im Keller, in einer Garage oder in der Nähe von Wohnräumen aufgestellt wird, ist sie dennoch positiv zu bewerten.
Technische Daten zum Jackery SolarVault 3 Pro
| Eigenschaft | Jackery SolarVault 3 Pro |
|---|---|
| Batteriekapazität | 2.520 Wh |
| Zellchemie | LiFePO4 |
| Nennspannung der Batterie | 41,6 V |
| Kapazität | 60,6 Ah |
| Ladezyklen | 6.000 bei 90 % DOD und mindestens 70 % SOH |
| Erweiterbarkeit | Bis zu 5 × BP2500 |
| Maximale Kapazität pro System | 15,12 kWh |
| Paralleler Betrieb | Bis zu 3 Systeme |
| Maximale Gesamtkapazität | 45,36 kWh |
| PV-Eingänge | 4 |
| MPP-Tracker | 4 unabhängig |
| Maximale PV-Leistung | 4 × 1.000 W |
| PV-Spannungsbereich | 16 bis 60 V |
| Maximaler PV-Eingangsstrom | 28 A pro Eingang |
| Maximaler Kurzschlussstrom | 32 A pro Eingang |
| AC-Ausgang | 800 W beziehungsweise 1.200 W |
| AC-Bypass | Bis zu 2.300 W |
| Notstromleistung | Bis zu 1.200 W |
| Umschaltzeit | Unter 20 ms laut Hersteller |
| Kommunikation | WLAN, Bluetooth und Ethernet |
| Schutzart | IP65 |
| Betriebstemperatur | −20 bis 55 °C |
| Abmessungen | 485 × 235 × 282 mm |
| Gewicht | 25,5 ± 0,5 kg |
| Garantie | 10 Jahre |
| Auslegungslebensdauer | 15 Jahre |
Die technischen Werte stammen aus dem offiziellen Jackery-Datenblatt und der Produktbeschreibung.
Jackery oder Anker Solix?
Der Jackery SolarVault 3 Pro und die Anker Solix Solarbank 3 Pro verfolgen ein sehr ähnliches Konzept. Beide Systeme kombinieren einen LiFePO4-Akku mit einem integrierten, bidirektionalen Wechselrichter, vier MPP-Trackern, Smart-Meter-Steuerung und dynamischen Stromtarifen.
Jackery bietet mit 4.000 Watt die höhere direkte PV-Eingangsleistung. Die Anker Solarbank 3 Pro erreicht maximal 3.600 Watt. Dafür fällt die Grundkapazität bei Anker mit 2,688 kWh etwas größer aus als die 2,52 kWh des Jackery.
Ein Vorteil des Jackery ist das integrierte Display. Auch Bluetooth, Ethernet, die lokale Bedienung und das Aerosol-Feuerlöschsystem sprechen für den SolarVault 3 Pro.
Anker besitzt dagegen bereits ein vergleichsweise etabliertes Ökosystem und bietet mit dem Power Dock umfangreiche Möglichkeiten für größere Anlagen. Auch die App und die Regelung wirken derzeit teilweise noch etwas ausgereifter.
Welche Lösung besser geeignet ist, hängt daher vom geplanten Aufbau ab:
Der Jackery SolarVault 3 Pro ist besonders interessant, wenn vier leistungsstarke Solareingänge, ein Display, flexible Smart-Meter-Kompatibilität und eine lokale Bedienung wichtig sind.
Die Anker Solarbank 3 Pro bietet sich an, wenn bereits Anker-Erweiterungsakkus, Smart Plugs oder andere Komponenten des Solix-Systems vorhanden sind.
Preis und Verfügbarkeit
Die unverbindliche Preisempfehlung des Jackery SolarVault 3 Pro beträgt 999 Euro. Zum Zeitpunkt unserer Recherche am 15. Juli 2026 wurde das Basisgerät direkt bei Jackery für 699 Euro angeboten. Bei Yuma ist der Speicher tatsächlich günstiger, und zwar bereits ab 599 Euro erhältlich. Mit unserem Gutschein ENERGIEMAG5 gibt es obendrauf noch 4,90€ Rabatt. Preise und Aktionszeiträume können sich jederzeit ändern.

SOLARVAULT 3 PRO
- Smarte KI Steuerung
- Bis zu 4000 Watt Ladeleistung
- Erweiterbar auf 15,12 kWh
- Software noch nicht perfekt
- Nur max. 2,1 kWh nutzbar
Der BP2500 Erweiterungsakku wurde in unabhängigen Testberichten mit einem Preis von rund 499 Euro angegeben. Damit kostet eine zusätzliche Kilowattstunde Speicherkapazität ungefähr 198 Euro. Das ist im Vergleich zu vielen anderen modularen Balkonkraftwerk-Speichern attraktiv.
Zusätzliche Kosten können für folgende Komponenten entstehen:
- Smart Meter
- D0- oder IR-Stromzählerleser
- SolarVault 3 Base
- Rollen für den Standfuß
- Wandbefestigung
- Solarmodule und Halterungen
- Verlängerungskabel
Vor dem Kauf sollte daher nicht nur der Preis des Basisgeräts, sondern der Gesamtpreis des benötigten Systems verglichen werden.
Für wen lohnt sich der Jackery SolarVault 3 Pro?
Der Jackery SolarVault 3 Pro eignet sich vor allem für Nutzer, die ein leistungsstarkes und später erweiterbares Speichersystem suchen.
Besonders sinnvoll ist das System bei:
- Balkonkraftwerken mit drei oder vier Solarmodulen
- unterschiedlich ausgerichteten Modulen
- zeitweiser Teilverschattung
- dynamischen Stromtarifen
- einer bestehenden Dach-Photovoltaikanlage
- hohem Stromverbrauch am Abend
- geplanter späterer Speichererweiterung
- gewünschter Home-Assistant-Integration
- Bedarf an einer kleinen Notstromversorgung
Für ein sehr kleines Balkonkraftwerk mit nur einem oder zwei Modulen kann der SolarVault 3 Pro dagegen überdimensioniert sein. In diesem Fall sind kleinere und günstigere Speicher häufig wirtschaftlicher.
Auch die Erweiterung auf 10 oder 15 kWh sollte genau kalkuliert werden. Ein zu großer Akku wird häufig nicht vollständig geladen und erhöht die Anschaffungskosten, ohne den Eigenverbrauch entsprechend zu steigern.
Abschließende Bewertung
Mit dem SolarVault 3 Pro gelingt Jackery ein überzeugender Einstieg in die neue Generation der modularen Balkonkraftwerk-Speicher.
Die Kombination aus vier leistungsstarken MPP-Trackern, bidirektionaler AC-Kopplung, Smart-Meter-Steuerung, dynamischen Stromtarifen und modularer Erweiterbarkeit deckt nahezu alle Funktionen ab, die man von einem modernen All-in-One-Speicher erwarten kann.
Besonders positiv bewerten wir das Display, die Ethernet-Schnittstelle, die lokale Bluetooth-Steuerung und das umfangreiche Sicherheitskonzept. Die hohe PV-Eingangsleistung bietet zudem ausreichend Reserven für größere Modulflächen und unterschiedliche Ausrichtungen.
Verbesserungsbedarf besteht vor allem bei der Software. Die App reagiert teilweise langsamer als bei der etablierten Konkurrenz, und einzelne Funktionen rund um Smart Plugs und Energiemanagement benötigen noch Feinschliff.
Bei der Effizienz bleibt noch eine gewisse Unsicherheit. Bekannt sind rund 2,1 kWh real nutzbare Kapazität und ein Ladeverlust von etwa 10 Prozent. Der an einem Vorseriengerät gemessene AC-Gesamtwirkungsgrad von 76 Prozent und der Stand-by-Verbrauch von 35 Watt wären für ein modernes Speichersystem nur durchschnittlich beziehungsweise deutlich zu hoch. Ob die finale Verkaufsversion diese Werte durch Hardware- und Softwareoptimierungen verbessert, muss ein eigener Effizienztest des Seriengeräts zeigen.
Insgesamt ist der Jackery SolarVault 3 Pro ein sehr gut ausgestatteter Balkonkraftwerk-Speicher, der besonders durch seine vier MPP-Tracker, die flexible Einbindung in bestehende Anlagen und das modulare Akkukonzept überzeugt.










